Bistumssprecher für kritische Begleitung des Synodalen Wegs

„In der Analyse und im Dialog werden die Medien eine wichtige Rolle spielen, auch was die Transparenz des Synodalen Wegs angeht“, heißt es in einer Erklärung, die 13 Sprecher katholischer Bistümer und Institutionen unterzeichnet haben. Der Reformdialog startet am kommenden Sonntag, 1. Dezember.

Vor Beginn des Reformdialogs in der katholischen Kirche in Deutschland haben sich 13 Pressesprecher von katholischen Bistümern und Institutionen für eine „kritische Begleitung“ des Synodalen Wegs durch die Medien ausgesprochen. „In der Analyse und im Dialog werden die Medien eine wichtige Rolle spielen, auch was die Transparenz des Synodalen Wegs angeht“, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Erklärung, die unter anderem auch der Pressesprecher des Bistums Essen, Ulrich Lota, unterzeichnet hat.

Kirche will verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen

Nach dem Missbrauchsskandal wollen die deutschen Bischöfe und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) mit dem Reformdialog verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Schwerpunktthemen des zunächst auf zwei Jahre angelegten Synodalen Wegs sind die Sexualmoral, die priesterliche Lebensform, Macht und Gewaltenteilung sowie die Rolle von Frauen in der Kirche. Das weltweit einmalige katholische Reformprojekt startet am Sonntag, 1. Dezember, mit Gottesdiensten in zahlreichen Bischofskirchen. Die Debatten beginnen Ende Januar in Frankfurt.

Konsequenz aus dem Missbrauchsskandal

Der Synodale Weg sei unter anderem eine Konsequenz aus dem Missbrauchsskandal, so die Unterzeichner der Erklärung. Die katholische Kirche habe sich vorgenommen, „die Wirklichkeit genau zu analysieren und den Dialog zu führen“. In der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals hätten die Medien die Kirche mit unangenehmen Wirklichkeiten konfrontiert. Die mediale Berichterstattung habe bei der Aufdeckung eine wichtige Rolle gespielt. „Die Berichterstattung haben wir zum größten Teil als fair wahrgenommen“, betonen die Pressesprecher: „Gerade bei Skandalen, Krisen und Konflikten hilft nur eine möglichst große Transparenz.“

Neben dem Sprecher des Ruhrbistums wurde die Erklärung unterzeichnet von den Sprechern der Erzbistümer Bamberg, Berlin, Freiburg und München-Freising sowie der Bistümer Aachen, Limburg, Münster, Rottenburg-Stuttgart, Speyer und Würzburg. Weitere Unterzeichner sind die Sprecher des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und des Hilfswerks Adveniat.

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